Schlitz. Im Zuge ihrer regelmäßig durchgeführten Bürgergespräche nahm die SPD-Fraktion vor einigen Tagen im Waldorfkindergarten die Gelegenheit wahr, die Situation der Kinder- und Jugendbetreuung im Schlitzerland intensiv zu erörtern.
Schlitz. Im Zuge ihrer regelmäßig durchgeführten Bürgergespräche nahm die SPD-Fraktion vor einigen Tagen im Waldorfkindergarten die Gelegenheit wahr, die Situation der Kinder- und Jugendbetreuung im Schlitzerland intensiv zu erörtern.
Was oberflächlich betrachtet einfach scheint, erweist sich bei näherem Hinsehen als komplex und im Detail durchaus schwierig zu regeln. Die politischen Zuständigkeiten sind nämlich uneinheitlich. Der gesetzliche Rahmen fällt in die Kompetenz des Landes, die Familien- und Jugendhilfe regelt der Vogelsbergkreis und für die spezifisch örtlichen Belange ist zweifellos auch die Stadt politisch in der Verantwortung. Angesichts leerer öffentlicher Kassen kann aus dieser unübersichtlichen Gemengelage eine Problemlösungsblockade nicht ausgeschlossen werden.
Die Betreuungsarbeit erstreckt sich auf drei Felder. Im Waldorfkindergarten werden zurzeit 39 Kinder integrativ betreut. Eine Hortgruppe (25 genehmigter Plätze) kümmert sich auch außerhalb des Schulbetriebs um Heranwachsende im Alter von sechs bis vierzehn Jahren. Sie ist schon seit längerem voll belegt. Die Nachfrage geht weit über die Zahl der verfügbaren Plätze hinaus. Wartezeiten von zwei und mehr Jahren kennzeichnen die Situation.
Intensive pädagogische Arbeit in enger Abstimmung mit den Familien und dem Jugendamt wird darüber hinaus in einer Tagesgruppe geleistet.
Die Sozialdemokraten des Schlitzerländer Parlaments zeigten sich beeindruckt von dem Gesamtkonzept. „Die Waldorfarbeit gehört schon seit langem zum unverzichtbaren Bestandteil der kommunalen Kinder- und Jugendbetreuung“, betone Frank Döring, Vorsitzender der SPD-Fraktion, in diesem Zusammenhang. „Sie kann sich deshalb auch unserer politischen Unterstützung sicher sein.“

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